Archive for the ‘Me, myself and I’ Category

Superlative Confusion

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag schon früher schreiben, aber gewisse unlautere Vorwürfe um den Realitätsgehalt meiner Person haben mich zwischenzeitlich dann doch ein wenig vereinnahmt. Ich dachte kurzzeitig sogar, ich leide an Synästhesie, weil es irgendwie überall buchstäblich nach Verschwörung roch und alles Lüften dagegen nix helfen wollte… Anyway! So ein Franzose sagte mal so etwas Ähnliches wie „Ich blogge also bin ich“ und da mir die Schmerzen in meinem Finger (jaja ich weiss: wer nicht rauchen kann soll es sein lassen) auch überaus real vorkommen, will ich darauf nicht mehr weiter eingehen. Das tangiert mich von nun an eher peripher.

Ursprünglich wollte ich diesen post auch – in Anlehnung an den Homo creativus und den Homo Sowjeticus – „Die Evolution des Homo Chris(t)“ nennen. Aber irgendwie klang das in meinen Ohren seltsam abwertend – und das soll es nicht. Auch wenn sich Chris selbst wohl am ehesten darüber amüsieren würde. Jedenfalls will ich hier nun den mit 2be… markierten post zu Ende continuen.

Als Chris mir mailte, er wolle über Ostern nach Bremen kommen, hab ich mich echt tierisch gefreut ihn wieder zusehen. Chris hat sich zwar ziemlich krass verändert – aber eigentlich eher zum positiven hin. Weniger ist im Fall Chemie dann doch mehr.

Nachdem ich ein paar Tage Abstand gewinnen konnte, will ich nun versuchen das erlebte für mich aufzuarbeiten um mir über ein paar Dinge klar zu werden. Beim Ostertreff mit Chris ist mir nämlich auch erst bewusst geworden, was für ein guter Kumpel mir da vor 13 Monaten durch seinen Umzug nach Köln wirklich „verloren“ gegangen ist.

Wir haben uns gegenseitig alle möglichen Storys aus der gemeinsamen Schulzeit um die Ohren gehauen, etwa die Aktion mit dem pep in der Coladose von Herrn Remer, der daraufhin abging wie ein Zäpfchen. Oder über unseren Deal mit Herrn Addler, der uns mit einem Flachmann in der Hand beim Kiffen erwischt hat – und daraufhin keiner den anderen angeschwärzt hat. Ja, 11. und 12. Klasse war schon mit die geilste Zeit!

Recht strange wurde dieser Rückblick auf die gemeinsame Schulzeit aber, als Chris mir dann erzählte, dass er zwar sein endgültiges coming out in Köln hatte, aber schon vorher durchaus be orientiert war. Das behielt er aber bis vergangenen Samstagabend für sich. Nach einigen Haake-Beck erwähnte er da nämlich auffallend unauffällig, dass er mal in mich verliebt gewesen sei. Ich musste ihm dann erstmal beichten, dass ich das alles keinen Meter gerafft habe, was Chris allerdings auch nicht wirklich erstaunte. Er sei ja auch nicht gerade offensiv mit seiner Zuneigung umgegangen. Über extrem subtile Andeutungen ist er nicht hinausgegangen. Sonst hätte ich ja auch was checken müssen. Ich meine, so was wäre das letzte gewesen, was mir in den Sinn gekommen wäre. Er meinte er hatte einfach zuviel Schiss davor eine Abfuhr – oder noch schlimmer: als Gesprächsthema auf dem Schulhof zu landen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Zum Abschied am Montag am Bremer Hbf wollte ich Chris dann umarmen, aber er gab mir stattdessen und aus heiterem Himmel einen langen Abschiedskuss.

Seit dieser Szene ist wohl in meinem Hormonhaushalt irgendwas aus den Fugen geraten… Jedenfalls fühle ich mich seit dem mehr denn je dazed and confused.                                                 So far…

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Ich geh jetzt mein Abi machen!

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mir n me

Aloa he!

Mirjam hat mir gerade die Fotos von unserem BD in HB gemailt… Ich finde, die sind echt schön geworden. Gedankt sei hier auch dem hilfsbereiten Fotografen… Demnächst steht dann übrigens auch mein Gegenbesuch in FF/M bei ihr an. Auch auf die Gefahr hin, dass The Maastrix wieder versucht diese Fotos ex und hopp in der Ex-WG seiner Ex-Freundin mit dem Ex-Mitbewohner (nick: „Stöpsel“) nachzustellen:

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Der Dopplereffekt …

…ist kein, wie häufig von Unwissenden verbreitet, physikalisch-akustisches Phänomen – sondern ein soziales. Jeder weiß, dass es Doubles für alle wichtigen Persönlichkeiten gibt. Nun. Ich habe ab sofort auch eins!

Kollege TheMaastrix (http://www.themaastrix.net/?p=703) – spätestens durch seinen mittlerweile legendären Enthüllungsjournalismus 2.0 zur Blogger-Ikone aufgestiegen – hat tief unten in den Archiven meines hypothetischen Ichs gesucht – und erstaunliches zu Tage befördert.

Inmitten der Substruktur meines Oberflächenchaos hat er – vermutlich im Schlaf – erfahren, dass ich, außer Kaffee kochen und im Netz nach stylischen Pfefferstreuern zu fahnden, nix zu tun habe – und dafür noch nicht einmal Geld bekomme !! Ich fühle mich jetzt natürlich total ertappt. TheMaastrix hat nämlich in seiner nächtlichen Vision auch erfahren, dass mein fiktionales Ich sich seiner einzig ihm verbliebenen Einnahmequelle – seinem Körper – bedienen muss, um zu überleben. Immerhin könne dieses virtuelle Ich aber mittels Abtretung von Bildrechten weiter überleben. Das hat natürlich einen ganz trivialen Hintergrund: Die Bilder sind nämlich prädestiniert ein neues Lebensgefühl rüberzubringen, welches TM treffend als „cybR-sensuality for [sic] a new generatian @ the edge“ bezeichnet! Thx4that!

Wie ich sehe hat TM´s Ex-WG-Mitbewohner auch meinen Stöpsel gefunden. Vielleicht hole ich den mal bei Gelegenheit ab. Ist ja nicht weit nach HH…

btw: Ich finde mein Original doch noch einen Funken authentischer ;-D

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The End of the Beginning (J03´s staywithmein2myliferemix)

 

Dicke Eier-Wünsche zu Ostern sind ja eigentlich Standard – eigentlich. Als Chris mir nun eben diese zu seiner Begrüßung in HB direkt nach einem – wie ich es interpretierte – russischen Bruderkuss wünschte, wurde mir trotzdem irgendwie ganz anders. Aber der Reihe nach:

Am Karfreitag kam erst einmal der erste Teil der Family – das war eher unspannend. Endlos lange Tischgespräche über den (Un-)Sinn von Fasten und Fleischverzicht zu Ostern zwischen meinen, na ja sagen wir liberal-protestantischen Eltern und der urkatholischen Brut aus dem Süden waren am Freitag die vorherrschende Erscheinung. Nix für ungut. Aber auch nix für mich. Immerhin: zum Thema <Passion Christi zu Ostern – muss das sein?> konnte auch ich ein paar Sätze unterbringen. Family halt. Gutes Essen, viel blabla und son Huju.

Am Samstag kam dann Chris. Nach der denkwürdigen Begrüßung ging es erst einmal nach Schwachhausen zu meinen Eltern. Nachdem meine Mutter Chris (ohne Dreadlocks) erst gar nicht wiedererkennen wollte hat sie auch glatt vergessen ihm das angekündigte Poolverbot zu erteilen. Chris hat aber auch auf mich einen geradezu erschreckend aufgeräumten Eindruck gemacht. Keine Spur von Klischee-Homo. Eher schon eine Spur zu normal. Der hat sich ewig mit meinem Vater über Politik unterhalten – der Vadder war echt beeindruckt. Bedenkt man Chris´ chemieverseuchte Vergangenheit – die erst vor etwa 7 Monaten endete – eigentlich ein unglaublicher Lebenswandel – und das alles sogar ohne dabei – und sei es aus Versehen – als Christ wiedergeboren zu werden;-o

Aber der Einfluss von seinem end30er Freund aus der Business-Class ist auch nicht zu übersehen. Die passenden Sprüche hat er jedenfalls schon mal parat. Ich habe ihm von dieser Fake-Blog-Geschichte erzählt, und davon dass ich und Mirjam da angeblich auch dazu gehören sollen. Er fand das alles eher komisch. Er meinte ich soll auf keinen Fall einen neuen Blog starten – das würden die Pseudo-Flog-Entlarver nur als ein Schuldeingeständnis werten. In den Spiegel würde es ja außerdem auch nicht jeder schaffen. Vielleicht könne man bei der ganzen Sache ja sogar ein paar €s verdienen… Auf jeden Fall meinte Chris, gäbe es so etwas wie Moral in der Businesswelt überhaupt nicht – was aber nicht heißen soll, dass dort alle unmoralisch handelten. Chris – bzw ich glaube sein Freund übernahm zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über Chris´ Oral-Organ: Im Grunde sei dort niemand jemals unmoralisch – amoralisch dagegen eigentlich jeder. Immer. Aber das auch nur der Existenzangst und der Sachzwänge wegen. Aha. Schon recht so. Assimiliert halt.

2be… n8

Break

Aloa he zusammen!

Also die Blogosphäre ist sich anscheinend einig. Ich bin Flog. Na, dann muss ich das wohl bis auf weiteres erst einmal glauben. Aber ich bin immerhin nicht mehr alleine. J1m und j0N solidarisieren sich mit mir – oder werden mit mir solidarisiert – was auch immer. Ich habe meine Trächtigkeit zwar selbst nicht mitbekommen, aber das soll es ja öfter geben.

Ich bin dieses we jedenfalls erst einmal offline. Chris hat sich spontan entschieden nach HB zu kommen – zur Freude meiner Mutter;-) Hoffe mal, dass Chris nicht den Klischee-Homo gibt wenn ich ihn meiner Family vorstelle! Die strömt über Ostern aus allen Winkeln der Republik zu uns nach Bremen. Have a nice one…

Cheers!

wth wtf usw

Was geht eigentlich hier für ein Film? Ich bin Fake? Mein eigener Blog – ein Flog? Mirjam nur fiktional? Alle mal einen Gang runter schalten!

Ich wollte hier eigentlich gerade darüber sinnieren, dass bisher noch jeder Flog recht schnell als solcher enttarnt wurde und dass die Aufdeckung letztlich immer mit einem Haufen recht unangenehmer PR verbunden ist – und dass diese kaum im Interesse eines Werbenden sein kann. Aber vorher musste ich erst einmal das hier verdauen:

Ein Barney hat mir einen Link zu einem Artikel bei Spiegel Online gepostet, in dem ich nicht nur als ein Mosaiksteinchen einer gerade laufenden Web-Telenovela vorgestellt werde, sondern auch noch einer meiner kommerzkritischen posts zitiert wird. Ich bin ein wenig confused!

Die Verlinkung bei SO führte mich dann direkt zu den Herren Wortfeld und The Maastrix; die stellen in ihren Blogs mein ganzes Leben als penibel konstruiert dar; so als hätte ich mich niemals im real-life mit Mirjam getroffen. Das habe ich aber. Ich meine es ist ja schon interessant nachzulesen was ich die letzten Wochen so im Web gemacht habe – und wie die Außenwelt das so sieht („Joe postet ein Schwachsinnsvideo“ u.ä.).

Es ist ja auch schön zu hören, dass ich durchaus das dazu Zeug hätte in der Modelbranche mein Geld zu verdienen! Darüber sollte ich vllt mal nachdenken; aber das ganze ist schon ziemlich strange. Ich fühle mich als ob jemand meine Identität gehijacked hat!

Mir war ja schon klar, dass meine Gedankenspiele, mich auf Tines PR-Angebot einzulassen bei einigen auf Kritik stoßen würden; aber ich habe denen ja noch nicht mal zugesagt! Anyway: Ich muss jetzt selbst erst mal ein paar Dinge recherchieren…

Bloggen für ein besseres Leben? Reflexionen eines Bloggers…

 

4 Wochen ist mein erster Blog-Eintrag nun her. Zeit diese noch mal Revue passieren zu lassen. Die Urmotivation diesen Blog zu beginnen lag eigentlich in der Hoffnung ein paar Antworten auf einige drängende Fragen zu finden. Konkret: Was mache ich nach dem Abi? Nun. Das weiß ich zwar immer noch nicht, aber ich habe immerhin ne Menge Spaß gehabt und nebenbei auch einige coole Leute kennen gelernt. Das angekündigte Massensterben von Blogs war offensichtlich ein Hoax, und auch die Erfindung des Blogger-Bots hat die real-life Blogger nicht ihrer Existenzberechtigung beraubt.

Einen Preis für meine Bloggerei musste ich persönlich allerdings doch zahlen: Meine Freundin war über meinen Karriereeinstieg in die Blogosphäre nämlich gar nicht amused und hat ihre Drohung wahr gemacht: Immerhin haben wir uns am Ende noch friedlich getrennt. Seit dem bin ich in den Abgründen meiner Seele auf der Suche nach meinem selbst. Meine Ex hält mich nämlich für latent schwul; nur dass ich von meinem Glück angeblich noch nix weiß. Und Sie meint das nicht mal böse.

Während ich mich wie auf einer Streckbank zwischen dem Gipfel meiner Selbstzweifel und dem Tal meiner Depressionen fühle, winkt dann dieser Tomek von der nächsten Bergspitze. Der wandert da gerade voller Enthusiasmus auf diesem Technosexuellen-Trip umher und bringt mich sogar so weit, dass ich meine anfängliche Skepsis gegenüber dieser neuen Sexualität revidiere. Ich glaube zwar immer noch nicht, dass dieser gelbe Staubsauger ein must-have auf dem Weg zur Revolution der Sexualität darstellt, aber ein real existierendes Lebensgefühl meiner Generation glaube ich auch wahrzunehmen. Kurzzeitig war ich zwar besorgt MAIDS könnte auch mich erwischt haben, aber das war glücklicherweise ein Fehlalarm. Dafür hat mich das we @ Hamburg ordentlich Gehirnzellen gekostet.

Kurz nachdem ich bei wordpress eingezogen bin, habe ich dann Mirjam bei MySpace kennen gelernt – und nur wenig später kam sie mich auch in Bremen besuchen. Leicht peinlich: Mein erstes Blind-Date habe ich nicht mal als solches wahrgenommen. Aber sie hat mich echt positiv überrascht – allerdings war ich auch durch diese bad-taste party kurz vorher ein wenig hypersensibilisiert.

Vergangenes we hat sich dann noch Chris – ein alter Klassenkammerad – bei mir gemeldet und mir von seinem coming out in Köln erzählt. Das bin ich auch gerade noch am verdauen. Der ist da jetzt anscheinend in seiner ersten festen Beziehung – und klang am Telefon so verdammt verliebt, dass ich ihn am liebsten einfach weggedrückt hätte. Aber im Grunde freue ich mich ja auch für ihn. Bin halt selber gerade etwas anders drauf.

Was gabs noch? Tine und ihr PR-Angebot. Ja da bin ich gerade in2. Die bietet mir Geld dafür, dass ich in meinem Blog ab und an und von Zeit zu Zeit auf irgendwelche Events aufmerksam mache. Wer meine älteren Postings zu dem Thema kennt weiß, dass ich so ein unmoralisches Angebot nach meinen eigenen Maßstäben eigentlich sofort ablehnen müsste. Aber ich suche gerade nach einem Weg mit gutem Gewissen die Patte einstreichen zu können und trotzdem meine Seele zu behalten… Nun, wie gesagt. Da bin ich gerade dran. Vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit für ein besseres Leben zu bloggen und sich trotzdem treu zu bleiben! Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! So far J03. Also der hier:

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strange days (und das Telefon)

Freitag: Nachdem das letzte we einen Stresspegel nahe 10 auf der Richterskala hatte, war das vergangene eigentlich ganz gediegen. Freitags mal nix zu trinken hat ja doch einen Vorteil: Man kann Samstag früh – wenn die city noch nicht total überlaufen ist – shoppen gehen. Habe sogar auf Anhieb ein Paar Schuhe gefunden die mir gefallen haben: Normalerweise dauert so was bei mir ewig.

Samstag: Abends hat sich noch ein alter Klassenkammerad und echt guter Kumpel aus den guten alten exzessiven Zeiten bei mir gemeldet – er hat mich unter dem Festnetz meiner Eltern erwischt. Sau geil: Meine Mutter nimmt den Hörer ab und er erklärt erst einmal, er sei der Chris und möchte gerne mit Joe sprechen. Darauf meine Mutter: „Bist du der Chris, der sich vor ungefähr einem Jahr in unseren Pool erbrochen hat?“ Chris: „Äh. Ja. Der bin ich wohl“. Nachdem meine Mutter sich kurz versichern ließ, dass er nicht plane dieses we bei uns zu übernachten, gab sie mir dann auch den Hörer – und einen echt seltsamen Blick dazu;-o

Chris ist vor einem Jahr nach Köln gezogen und geht da jetzt auf irgend so eine Privatschule. Bremen trauert es kaum hinterher. Na ja, für jemand der nicht wirklich in2 Fußball ist, gibt es in Bremen auch nicht wirklich so viel zu vermissen – ok mich anscheinend;-D

Auf jeden Fall ist er absolut begeistert von Köln. Nach ein paar Synapsenblitzen habe ich dann auch verstanden warum. Chris zufolge ist Köln nicht nur ein kreativer Hort elektronischer Musik und eine geile Stadt mit tausenden Clubs, sondern auch so ziemlich die Homebase für alle Nicht-Heteros. Als Chris vor über einem Jahr aus Bremen weggezogen ist, hatte er nicht eine Beziehung mit einem Mädel gehabt, die länger als 4 Wochen hielt.

Als Chris mir jetzt weismachen wollte, dass er seit über 6 Monaten mit „jemanden zusammen“ ist wurde ich ja schon skeptisch. Um meine Skepsis hier mal kurz zu erklären, sei es mir erlaubt, einige Charaktereigenschaften von Chris minus13Monate zu benennen. Chris!: starker Raucher, Wirkungstrinker, oversexed und underfucked ist so ziemlich der einzige den ich kenne, der alle mir bekannten Drogen (und wohl noch einige mehr – laut eigener Aussage allerdings niemals H oder Crack) ausprobiert hat: aber da bleibt ja genug fieses Zeug übrig um das Hirn zu zerballern.

Jedenfalls erzählt mir eben dieser Chris nun was von „eingetragener Lebenspartnerschaft ELP“ und Treue! Und der meinte das alles ernst! Seinen neuen und aktuellen „Freund“ – einen Ü30jährigen, der laut Chris immer in Krawatte und Anzug herumrennt (Motiv Geld? – kann ich mir echt nicht vorstellen) hat er im club kennen gelernt. Ich habe keine Ahnung wie. Als er aus Bremen weg ist hat er die Mädels zwar nicht nach dem Volumen ihrer Hintern beurteilt, aber er kam mir doch ziemlich äh „normal“ sprich hetero vor. 13 Monate sind seit dem vergangen: seit etwa 7 Monaten ist er nun Nichtraucher und kein „user“ mehr. Kurz danach war wohl sein coming out. Ich würde das mal eine 180°-Drehung seines Lebenswandels nennen. Das faszinierendste (Danke Word!) aber ist, dass er mir so aufgeräumt und relaxed wie nie zuvor erschien! Nach 2h phonen haben wir uns zwar vertagt, aber nicht ohne zu vereinbaren uns bei Gelegenheit mal zu treffen… …um ehrlich zu sein: irgendwie würde ich mich echt freuen ihn mal wieder zu sehen…

(Ex-) von nun an Ex-

Eigentlich wollte ich ja meine (Ex-)Freundin am Sonntag treffen, nachdem sie einige Tage vorher plötzlich keine Zeit mehr hatte. Für Sonntag musste ich ihr dann absagen (aber den Grund – Mirjam – habe ich mal lieber verschwiegen). Wir haben uns aber mittlerweile ausgesprochen.

Ich war gestern bei ihr @home. Eigentlich war das für uns beide ein nötiges und sinnvolles, weil friedliches Gespräch. Obwohl ich glaube, sie hatte zumindest kurz mit dem Gedanken gespielt, mich noch ein letztes Mal zu verführen, denn das was sie anhatte – genauer gesagt, dass was sie nicht anhatte – hätte echt das Potential gehabt mich zu erregen. Aber ich glaube so eine Aktion wäre Schwachsinn gewesen und hätte alles nur verkompliziert. Wir waren uns aber einig, dass die letzten 1 ½ Jahre eigentlich ein coole Zeit waren und wir beide keinen Bock auf Schlammschlacht haben.

Nur eines hat mich dann doch etwas stutzig gemacht: Sie sagte irgendwas von, wäre ja nett wenn ich „wenigstens für Ersatz gesorgt “ hätte. Damit spielte sie wohl auf das Bett an! So direkt hat sie ihre nymphomanischen Züge echt selten ausgesprochen. Meine sexuelle Unlust war zum Schluss wohl doch das Ausschlaggebende. Vielleicht auch deswegen ihr letzter „Test“ mit mir. Sie meinte noch, ich solle mal in mich hineinhören, ob Frauen wirklich dass sind was mich interessiert. Keine Ahnung, vielleicht hat sie damit recht. Ich weiß es ja auch nicht. Anyway. Life goes on!

…und mit Mirjam @ Bremen klang das we relaxed aus.

Mirjam muss echt früh aufgestanden sein!  Ich habe sie um 13 Uhr am HBF abgeholt – das heißt sie ist so gegen 8 losgefahren. Dort habe ich sie gebührend mit 2 Wangenküssen a lá France in HB willkommen geheißen. Ich hätte echt nicht gedacht, dass Mirjam so spontan auf meine Einladung reagiert, vor allem weil das ja auch nicht gerade unstressig ist nach HB zu kommen. Wegen ihrer unverhofften Spontaneität musste ich natürlich beim Unterhaltungsprogramm ein wenig improvisieren – aber ich glaube es hat ihr gefallen. Es ist schon irgendwie spannend und strange zugleich, wenn der eigene Netzcharakter mit dem real-life kollidiert; ich glaube diese Erfahrung teilten wir aber beide. 

Nachdem sie in HB ankam sind wir sind erstmal zu mir nach Schwachhausen –  Tee trinken;-) wie man das halt macht – im Norden. Dieses Ritual hat sie zwar nicht sonderlich beeindruckt aber Tee gehört bei uns eben zelebriert. Mein Vater, der eigentlich eher selten da ist, musste Mirjam dabei natürlich direkt die Pizza-Sache vom Samstag aufs Auge drücken! Ich hoffe das hat sie nicht zu sehr abgeschreckt. Danke übrigens Pa! 

Nun ja so viel zum setting. Mirjam selbst hat mich dann doch ein wenig überrascht – sie sieht nämlich in natura sogar besser aus als auf den Fotos, die ich von ihr kannte. Hm was lese ich da gerade in ihrem Blog: Sie hat sich gefragt ob ich rieche? Oder Mundgeruch habe? 😉 Also ok; ich blute ein wenig aus dem linken Auge aber das riecht nicht schlecht, oder Mirjam? 

Jedenfalls habe ich ihr ein wenig Bremen gezeigt; kleine Kulturschau quasi. Zuerst sind wir zur Schlachte, wo man im Sommer norddeutsche Biergärten mit Blick auf die Weser vorfindet – leider trotz perfektem Wetter aber nur wenig los war. Von da sind wir zum Dom, zum Rathaus, ins Schnoor und zuletzt ins Viertel. Wobei sie letzteres wohl am interessantesten fand. Das „Viertel“ ist das In-Viertel hier in Bremen und hier findet man auch ne Menge stylischer Klamotten und stuff.

Ich glaube und ich sehe gerade, dass sie das wirklich so sah, dass sie dieses Treffen schon eher als Blind Date verstand. Das ist mir gar nicht so bewusst gewesen. Deswegen gingen von mir auch eigentlich keine wirklichen Versuche aus sie zu verführen – ich hoffe sie ist mir deswegen nicht böse, aber dazu geht mir diese Sache mit meiner – mittlerweile offiziellen Ex – einfach noch zu nah. So ein Emotionskontrolleur bin ich dann ja auch wieder nicht. Es war aber auf jeden Fall ein echt relaxter Sonntag mit ihr. So um 5 sind wir dann noch zu Kumpels von mir. Ich hoffe nur, dass Jans Aktion – ihr einen Joint anzubieten – nicht das prägende Erlebnis war, dass alle anderen Eindrücke von mir über den Haufen wirft. Nach einem letzten Sex on the Beach ist sie dann abends wieder „gen Bayern“ gefahren. Schon eine stressige Aktion aber es hat sich gelohnt; das nächste Mal bin ich dann dran, sie zu besuchen – und darauf freue ich mich ehrlich. Nach ein wenig mentaler Sammlungszeit werde ich wohl ein wenig besser wissen was ich eigentlich will. so long…