Archive for the ‘Jetzt mal im Ernst’ Category

Krasse Anti-AIDS-Kampagne

Mit einer krassen Kampagne wärmt M. Stich ein altes Thema wieder neu auf. Sexlog berichtet ebenso wie SO. Also ich finde die Kampagne eigentlich sehr cool weil sie Aufmerksamkeit genau bei der potentiellen Zielgruppe weckt! Und darum geht es doch oder?

Nur: Ob es von den Bildern wohl auch Riesenplakate an Bushaltestellen geben wird? Ich wage es mal zu bezweifeln…

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Der Schokoladenstreit

Ein Kunstwerk – aus mehr als 200 Pfund Milchschokolade geschaffen und rund 1,80 Meter groß empört die „Katholische Liga“ (so ein fundamentalistischer Verein der Al-Quaida nahe stehen soll). Die Statue stellt Jesus mit ausgestreckten Armen dar, so als hänge er an einem unsichtbaren Kreuz.

Was jetzt kommt wissen wir ja alle: eine katholische Fatwa, Tage des heiligen Zorns, brennende Hotelflaggen und die Ausweisung aller Ungläubigen (in diesem Fall also aller Nicht-Christen).

Ich verstehe die ganze Aufregung ehrlich gesagt überhaupt nicht: Essen die Katholiken nicht eh jeden Sonntag ein Teil vom Leib Christi? Man könnte die Skulptur doch einfach segnen und an Kinder verteilen – das wäre ja wohl auch mal eine zeitgemäße PR-Aktion für die Kirche um den schwindenden Nachwuchs zu rekrutieren.

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Was sagen unsere Politiker dazu?

Schwitzen für den Herrn, oder: Dein Körper gehört Gott

Oha !! Die folgenden Zeilen stammen nicht – wie ich zuerst dachte – aus dem iranischen Staatsfernsehen, sondern aus dem einmal fortschrittlichsten Land der Welt: Jesusland…

„Auch das Fitness-Programm beruht auf dem Glauben zu Gott. Die Gymnastikstunden beginnen mit einem Gebet. Geturnt wird nach christlicher Popmusik. Und nach dem Gottesdienst werden die abnehmwilligen Gläubigen gewogen.“

„Wer nach Essen schreit, der schreit nach Gott und weiß es nur nicht. „Wende Dich an Gott statt an den Kühlschrank“, verkündet sie den Gläubigen. „Jedes Mal wenn die Speisenkammer ruft: Komm, iss mich, dann versage Dich. Beuge Dein Haupt vor Gott anstatt vor den Süßigkeiten.“

Den ganzen Artikel gibt hier.

Eine Konferenz über das Leben im Netz…

…beschäftigt sich unter Anderem mit der, auch für mich, nicht uninteressanten Frage „darf ich das bloggen?“ und wie das Web 2.0 mit einer Politik 1.0 klarzukommen versucht.

Die hedonistische Internationale

Es geht auch anderherum:

Eine Umweltkatastrophe im Cyberspace…

beschäftigt Telepolis. Und was soll ich sagen: Die haben einfach recht. Ich selbst kann das sogar aus eigener Erfahrung bestätigen. Denn auch ich habe mit diesem pimp-my-profile mein Profil bei MySpace ertsellt – und es krankt hinten uns vorne. Gefällt ein Design ist es nicht funktional und vice versa.

Aber man kann das ganze natürlich auch einfach als eine spezielle Kunstform betrachten: Web-Destruktivismus, was ja immer noch besser ist als gar keine Kunst im Netz.

MAIDS versetzt Technosexuelle in Panik !

Das “Mobile and Internet Dependency Syndrome” (MAIDS) verbreitet sich offenbar ähnlich schnell wie seinerzeit H5N1. Die Pharmaindustrie arbeitet fieberhaft ein einem Heilmittel – macht aber nur wenig Hoffnung auf schnelle Ergebnisse. „Vermutlich lässt sich diese Pandemie nur mittels Prävention und einer Anti-i-Impfung aufhalten“ so Dr. Dr. van Doktar.

Spiegel Online berichtet über das Krankheitsbild. So hat „ein chinesischer Student in den letzten neun Jahren rund 500 Handys „durchgespielt“. Er leidet unter dem Zwang, die Funktionen aller Modelle auszuprobieren, die ihm in die Hände geraten.“ Einem „Brite wurde bereits vor Gericht Schadenersatz für seine Handy- und Sex-Sucht zugesprochen“.

Als sofortige Notmaßnahmen wurde beschlossen, Handys mit einer maximalen täglichen Betriebsdauer auszustatten – diskutiert werden 2-5 Stunden; Internet-Flatrates sollen ab 20 Uhr nur noch für Notfälle nutzbar sein und iPods werden wegen ihres extrem hohen Suchtpotentials und der großen Menge an jungen Erstkonsumenten komplett verboten. Man erhofft sich davon nichts weniger als die Rückkehr der 7-köpfigen römisch-katholischen Familie (Mann im Krieg, Frau auf Feld).

Wer selbst aktiv werden möchte bekommt natürlich alle Hilfe die er/sie braucht bei einer der zahlreichen Anonymen Selbsthilfegruppen.

Vor allem unter Technosexuellen grassiert nun die Angst. Dabei fühlen sich diese schon allein durch ihre abnormen körperlichen Anlagen sozial stigmatisiert: etwa wegen der „ungewöhnlich stark ausgeprägten Daumen, die so genannten iPod-Daumen, beweglich gehalten durch tausendfaches SMS-Tippen.“

Der Markenname des taufrischen Duftes «In2you» – angetreten, der i-Generation ihre real-life-Sexualität wiederzugeben, erhält durch MAIDS eine neue – fast prophetische – Drohung. Die Generation Y (oder i ?) ist zutiefst verunsichert…
Gucky kommentiert.

Bundestag @ Second-Life

Habe ich ja eben erst gesehen. Netzpolitik berichtete schon vor einigen Tagen Darüber:

Politiker! Kaum wittern sie neue Exportchancen ist ein Thema wichtig. Jetzt ist es also Second-Life. Mal sehen vielleicht wächst da ja gerade ein neuer Markt. Wäre ja schon wahrscheinlich, schließlich ist die Neo-New-Economy oder die Doppel-Neu-Economy ja in aller Munde.

Vielleicht lassen sich ja bald mehr fiktive Mercedes und BMW nach Second-Life exportieren als in im Real-Life.

Das hätte gleich mehrere Vorteile: Kein störenden Debatten mehr um nicht vorhandene Rußpartikelfilter und Feinstaubgrenzwerte, kein Problem mehr mit dem Klimaschutz. Ich denke wir sollten weder Kohle noch Atomkraftwerke verdammen. Wir bauen die einfach alle von jetzt an in Second-Life… Auch ein Tip für die Chinesen!

Kängurus stammen von Vorfahren von der Arche Noah

Darauf hat die Welt wirklich lange warten müssen:

Conservapedia – wenn die Seite denn mal zu erreichen ist – erklärt die Welt, wie sie wirklich ist: Ich glaube ich werde meinen PC dann doch bei nächster Gelegenheit taufen;p btw: Kennt irgendwer Exorzisten die ihre Dienste zu günstigen Tarifen anbieten???

„Da Atheisten keinen Gott haben, stellt Atheismus als philosophischen Rahmen einfach kein logisches Fundament für irgendeinen moralischen Maßstab bereit. Sie führen ihr Leben nach der Regel ‚anything goes‘. In den letzten Jahren hat dies zu einer Zunahme an Verbrechen, Drogenkonsum, vorehelichem Sex, Schwangerschaften bei Teenagern, Pädophilie und Sodomie geführt.“

Mehr dazu bei gibt es bei Heise und für sprachbegabte auch bei scienceblogs