Archive for the ‘All about Bloggen’ Category

wth wtf usw

Was geht eigentlich hier für ein Film? Ich bin Fake? Mein eigener Blog – ein Flog? Mirjam nur fiktional? Alle mal einen Gang runter schalten!

Ich wollte hier eigentlich gerade darüber sinnieren, dass bisher noch jeder Flog recht schnell als solcher enttarnt wurde und dass die Aufdeckung letztlich immer mit einem Haufen recht unangenehmer PR verbunden ist – und dass diese kaum im Interesse eines Werbenden sein kann. Aber vorher musste ich erst einmal das hier verdauen:

Ein Barney hat mir einen Link zu einem Artikel bei Spiegel Online gepostet, in dem ich nicht nur als ein Mosaiksteinchen einer gerade laufenden Web-Telenovela vorgestellt werde, sondern auch noch einer meiner kommerzkritischen posts zitiert wird. Ich bin ein wenig confused!

Die Verlinkung bei SO führte mich dann direkt zu den Herren Wortfeld und The Maastrix; die stellen in ihren Blogs mein ganzes Leben als penibel konstruiert dar; so als hätte ich mich niemals im real-life mit Mirjam getroffen. Das habe ich aber. Ich meine es ist ja schon interessant nachzulesen was ich die letzten Wochen so im Web gemacht habe – und wie die Außenwelt das so sieht („Joe postet ein Schwachsinnsvideo“ u.ä.).

Es ist ja auch schön zu hören, dass ich durchaus das dazu Zeug hätte in der Modelbranche mein Geld zu verdienen! Darüber sollte ich vllt mal nachdenken; aber das ganze ist schon ziemlich strange. Ich fühle mich als ob jemand meine Identität gehijacked hat!

Mir war ja schon klar, dass meine Gedankenspiele, mich auf Tines PR-Angebot einzulassen bei einigen auf Kritik stoßen würden; aber ich habe denen ja noch nicht mal zugesagt! Anyway: Ich muss jetzt selbst erst mal ein paar Dinge recherchieren…

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Die Expropriateure wollen mich expropriieren !!

Ok. Schon klar. Den Titel des heutigen Posts muss ich wohl ein wenig erläutern! Ich zitiere hier frei den Altmeister Marx, weil ich nun selbst in diesen Sog der Blogokommerzialisierung – gegen welchen ich noch vor wenigen Wochen einen Stöpsel gesucht habe – hineingeraten bin.

Eine gewisse Tine hat sich bei mir gemeldet und mir Honig ums Maul geschmiert. Sie meint sie vertritt eine „recht große PR- und Werbeagentur“ bzw. einen ihrer „Kunden (aus dem Beauty- und Lifestylebereich“ Aha. Genaue Angabe? Fehlanzeige! Nun. Diese Tine hat mich mittlerweile angemailt (ganz so öffentlich wie ich mir das gewünscht habe, will sie die Diskussion dann wohl doch nicht führen) bietet mir jedenfalls ein nettes – wirklich nettes! – Honorar dafür an, dass ich genau das mache, was ich eh die ganze Zeit mache. Da frag ich mich ja schon wo die ihren Vorteil sehen.

Die wollen kein Banner bei mir schalten und auch keine Produktreviews von mir. Sie wollen aber sehr wohl von mir, dass ich in unregelmäßigen Abständen auf bestimmte Events aufmerksam mache. Na ja den MIB im Hintergrund werde ich mir wohl spätestens nach dem ersten Event, auf das ich verweisen soll, denken können – aber darum geht es mir hier auch nicht.

Mir geht es ganz prinzipiell um die Frage: Werde ich durch eine Zusage schon zum „seelenlosen Kommerzblogger“ (wie ich käufliche Blogger selbst mal nannte) bzw. unter welchen Umständen eben nicht? Ich weiss von Tomek, dass er ein sehr ähnliches Angebot erhalten hat (der ist sich auch ziemlich sicher das CK der große unbekannte Kunde ist). Nur: Tomek hat sich darüber einfach tierisch gefreut. Ich meine, ich könnte das Geld auch gut gebrauchen. So ist es ja nicht.

Ich habe die jetzt erst einmal in die Warteschleife gestellt. Vielleicht erledigt sich das „Problem“ damit ja auch von alleine; ich will erst einmall hören was ihr dazu meint.

Add: Ach und den Vowurf, dass sich der Karl im Grabe umdrehen würde, wenn er denn lesen müsste, wie ich ihn hier gerade mißbrauche (wenn ich das denn tue) will ich echt nicht hören! Das wäre eh nur kostenloses Material für meinen Prof. Vater…  und das k a n n er sich auch bitte selbst besorgen! Dafür bekommt der nämlich sein Geld! so long…

fwd: Top of the Blogs

Moin da!

SO sucht die im Netz meistdiskutierte Band – und mischt natürlich direkt selbt kräftig die Werbetrommel. Mehr dazu hier. 

Fwd: „Es kotzt mich einfach nur mehr an!“

Diesen etwas aggressiven Kommentar von Leonope zum Thema Schalten von Werbung möchte ich euch nicht vorenthalten.

Leonope macht ja durchaus seinen Punkt, aber für mich geht es halt nicht einfach um Werbebanner – so einfach ist die Sache nicht.

Es geht um versteckte Werbung, darum dass jemand ein Produkt, sei es Musik oder was auch immer, zum Test bekommt und sich durch das Angebot von Geld dazu verleiten lässt ein bestimmtes – dem Geldgeber wohlgesonnenes – Urteil zu fällen.

Banner schalten ist dagegen im Grunde unproblematisch. Die Diskussion darüber, was erlaubt sein sollte und was nicht, halte ich jedenfalls für notwendig!

Die Welt ist nicht schwarz und auch nicht weiss – sie ist bunt!

P-Flog, B-Flog oder C-Flog?

Das wird die Kriminalitätsrate definitv auf Null reduzieren! Ein Polizei-Flog (denkbar natürlich auch als B-Flog (Bullen) oder C-Flog (Cop) setzt zur Revolutionierung der Ermittlungsbehörden an. Die haben nämlich auch keinen Bock mehr ständig auf der Straße Dienst zu schieben; die wollen auch von der Telearbeit profitieren – da kann man dann endlich auch mit dem Kind auf dem Arm Serienkiller jagen. Die Drehbücher der kommenden Staffeln von CSI und 24 wurden bereits umgeschrieben.
Da es auch hier ums Geld geht (die wollen es ja wieder haben) kann man auch bei diesem P-Flog getrost eine kommerzielle Motivation unterstellen!

De:Bug kommentiert hier

Werden bezahlte Blog-Beiträge gelesen?

Auch wenn der Swiss Meta Blog dem Kommerz in der Blogosphäre wenig kritisch gegenübersteht, gibt es auch da einige interessante Verlinkungen.

Pro-Blogger-Industrie? Kommerz-Bekenner?

Man kann es sich ja auch einfach machen!

Die schweizer Blogdenunzianten lassen verlautbaren:

„Blogs müssen zuerst beweisen, dass sie wirtschaftlich eigenständig überleben können, ehe man sie auch wahrhaft ernstnimmt. Die althergebrachten Medien konzentrieren sich schliesslich auf die Erfolgsgeschichten des Blogs; porträtieren vorzugsweise Blogger, die damit auch Geld verdienen. Also beenden wir die Parallele des henusode-blogs mit einem lautstarken Befürworten der Kommerzialisierung.“

Aha!

Massenpublikum fragt dagegen: „ Steht die Blogosphäre erst am Anfang einer Kommerzialisierung? Und ist diese womöglich gar nicht das Übel sondern das Heil des Medium Blog?“ und „Bleibt die Frage, wann und ob der erste etablierte Blogger sich vom Idealismus emanzipiert.“

Für die USA ist die letzte Frage schon beantwortet. Aber man muss ja auch nicht jeden Dreck der da über den Atlantik schwappt für Fortschritt halten! Allerdings: Wenn das Interesse an der Blogosphäre auch bei uns weiter wächst (was man erwarten darf) dann muss man wohl davon ausgehen, dass es in nächster Zukunft auch in D. sogenannte A-List-Blogger oder Pro-Blogger gibt (ich glaube die Begriffe darf man synonym nutzen), die sich für ihr posten bezahlen lassen.

Die Kommerzialisierung geht weiter, keine Frage!
Aber deswegen muss man das alles nicht gut finden oder einfach kritiklos fördern! Die Frage, ob man Geld fürs posten nimmt, wird am Ende sowieso jeder für sich selbst entscheiden müssen. Denn Werber werden mit Sicherheit keine eigenen Blogger-Größen aufbauen – das würde nämlich ne Menge Geld kosten – sondern bereits etablierte Blogger ins Visier nehmen und zu Kommerzbloggern assimilieren.

Kritischer kommt da schon der etwas längere Kommentar von DonAlphonso zum Thema Die Geschäfte der A-Lister. Oder so.

Eine von Kommerz durchtriebene Blogger-Industrie ist nichts Wünschenswertes! Und lautstark braucht man diese schon gar nicht zu fordern. Aber es bleibt immer noch die Hoffnung, dass es nur wenige Blogger geben wird, die von ihren posts werden leben können und die Kommerzialisierung der Blogosphäre ein Rohrkrepierer wird!! Die Werbewirtschaft selbst klingt da sogar ganz zuversichtlich wie ich gerade gelesen habe:->

Kommerzialisierung der Blogosphäre

Die Kommerzialisierung der Blogosphäre wird ja schon länger diskutiert. Hier berichtete Spiegel-Online schon vor einem Jahr über Andrew Sullivan, den „konservativ-schwul-katholisch-HIV-positiven Blog-Pionier“ der sich damals an Time verkauft hat.

Irgendwelche Zielgruppenanalysen haben den Werbefuzzies wohl verklickert, dass auf dem Datenhighway Geld rum liegt. Der Netzwerkmultiplikator Blogger potenziert dann die kommerziellen Anstrengungen. Gutes Geschäft, jedenfalls für die Werber!

Schon damals war von einer Fragmentierung der Blogosphäre die Rede. Blogs wurden nach ihrer Popularität und ihrem Traffic geratet: Wobei A-List-Blogs „inzestuös verlinkt sind und so auf hohe Visits kommen“. Es ist klar, dass die große Masse der Blogs in die C- oder D-Kategorie fallen und nur „white noise“ produzieren. Es sind vor allem die A-List-Blogs die sich kommerziell ausschlachten lassen – je beliebter ein Blog, desto größer somit auch die Wahrscheinlichkeit dass es sich um einen (Fake-Blog / Flog) handelt.

Das ist natürlich ziemlich fies. Beliebte Blogs laufen ja nicht selten dem Mainstream entgegen – und je besser sie das machen, desto höhere Angebote wird der Blogger nun von Firmen bekommen. Und wer auf einmal Geld für etwas angeboten bekommt, was ja er sowieso macht, lässt sich sicher schnell vereinnahmen und korrumpieren (zugegeben sein Hobby zum Beruf zu machen hat schon was). Man könnte auch sagen, die Blogger waren so erfolgreich, dass sich nun sogar die „Heuschrecken“ für sie interessieren.

Also alles halb so wild? Wir werden wichtig? Entwächst die Blogosphäre gerade einfach nur ihrem embryonalen Stadium oder verheddert sie sich doch eher in der eigenen Nabelschnur?

Ich weiß nicht, ob Blogger wirklich mal die „Anti-Elite der Medienbranche“ waren. Aber ein wenig kritischer könnte die Diskussion trotzdem geführt werden.

Irgendein schlauer Mensch hat mal auf ein besonders faszinierendes Feature des Internets – und der Blogosphäre hingewiesen: nämlich auf deren Umgang mit Zensur, welche das Internet als Funktionsstörung betrachtet – und umgeht. Was, frage ich mich, wird nun aus den Anti-Mainstream-Meinungen wenn sich die Blogosphäre kommerzialisiert, mit der Wirtschaft fusioniert, ein wenig rationalisiert und am Ende monopolisiert wird?

Ändert sich gar nix?
oder Verlieren wir unserer Unschuld

Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass uns eine Berluconisierung der Blogosphäre bevorsteht, aber bedenklich finde ich schon, dass man einfach nicht weiß welche Motivation sich hinter einem Blog verbirgt (wenn nicht grade ein Banner im Blog flackert). IMHO sollte auf jeden Fall ersichtlich sein, ob kommerzielle Aspekte hinter einem Blog stehen!!!

Flogs, Fake-Blogs oder Corporate-Blogging?

„Längst haben auch Kommunikationsprofis die Blogs, entdeckt und sie versuchen die Aura der Authentizität, Ehrlichkeit und Engagement, die diesem Medium anhaftet, für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Für diese Spielart beginnt sich der Begriff Fakeblogs (Flogs) einzubürgern.“ Zurecht wie man anfügen könnte! Hier und Da mehr dazu.

Aber „Corporate-Blogging“ klingt natürlich viel besser. Das könnte auch echt was werden, oder? Die Kündigung nicht mehr per Post, Email, SMS, Telefon oder sonst irgendeinem alten Medium; Nein per Blog!!!
Das wars denn wohl mit Web 2.0, es sei denn es kommt auch eine Politik 2.0

Obwohl: Sind wir nicht alle ein bisschen Flog?

Die Vorstellung ist ja schon lustig: Firmen schalten Fake-Blogs – um den Absatz ihrer Produkte zu erhöhen – und werden dann von gefälschten Fake-Blogs besucht – die idealerweise mittels eines Robo-Bloggers vollautomatisiert Seitenaufrufe und Kommentare erzeugen. Na ja; am Ende gewinnt doch wieder die Bank- äh, Google.

Weg mit dem „Bürgerjournalismus“ – also mit uns!

Das ist ja ma krass was die Franzosen da wollen!

Wenn ich in der Schule ne blutige Schlägerei mit dem Handy aufnehme um zeigen zu können wer schuld dran war, werde ich in Frankreich also bald mit Gefängnis bis zu fünf Jahren und 75.000 Euro Strafe bedroht??? Macht das Sinn? Wohl eher nicht!

Mir tun die französischen Blogger jetzt schon leid! Eine Rregierung die so drauf ist, der sei auch China als Geheimtip empfohlen. Da gibts bestimmt ne Menge Inspiration wie sich „Bürgerjournalismus“ noch effektiver vermeiden lässt. Die „Reste der Bürgerjournalisten“ bringen da sogar noch Geld auf dem Organmarkt.

Mehr dazu gibts hier