Bloggen für ein besseres Leben? Reflexionen eines Bloggers…

 

4 Wochen ist mein erster Blog-Eintrag nun her. Zeit diese noch mal Revue passieren zu lassen. Die Urmotivation diesen Blog zu beginnen lag eigentlich in der Hoffnung ein paar Antworten auf einige drängende Fragen zu finden. Konkret: Was mache ich nach dem Abi? Nun. Das weiß ich zwar immer noch nicht, aber ich habe immerhin ne Menge Spaß gehabt und nebenbei auch einige coole Leute kennen gelernt. Das angekündigte Massensterben von Blogs war offensichtlich ein Hoax, und auch die Erfindung des Blogger-Bots hat die real-life Blogger nicht ihrer Existenzberechtigung beraubt.

Einen Preis für meine Bloggerei musste ich persönlich allerdings doch zahlen: Meine Freundin war über meinen Karriereeinstieg in die Blogosphäre nämlich gar nicht amused und hat ihre Drohung wahr gemacht: Immerhin haben wir uns am Ende noch friedlich getrennt. Seit dem bin ich in den Abgründen meiner Seele auf der Suche nach meinem selbst. Meine Ex hält mich nämlich für latent schwul; nur dass ich von meinem Glück angeblich noch nix weiß. Und Sie meint das nicht mal böse.

Während ich mich wie auf einer Streckbank zwischen dem Gipfel meiner Selbstzweifel und dem Tal meiner Depressionen fühle, winkt dann dieser Tomek von der nächsten Bergspitze. Der wandert da gerade voller Enthusiasmus auf diesem Technosexuellen-Trip umher und bringt mich sogar so weit, dass ich meine anfängliche Skepsis gegenüber dieser neuen Sexualität revidiere. Ich glaube zwar immer noch nicht, dass dieser gelbe Staubsauger ein must-have auf dem Weg zur Revolution der Sexualität darstellt, aber ein real existierendes Lebensgefühl meiner Generation glaube ich auch wahrzunehmen. Kurzzeitig war ich zwar besorgt MAIDS könnte auch mich erwischt haben, aber das war glücklicherweise ein Fehlalarm. Dafür hat mich das we @ Hamburg ordentlich Gehirnzellen gekostet.

Kurz nachdem ich bei wordpress eingezogen bin, habe ich dann Mirjam bei MySpace kennen gelernt – und nur wenig später kam sie mich auch in Bremen besuchen. Leicht peinlich: Mein erstes Blind-Date habe ich nicht mal als solches wahrgenommen. Aber sie hat mich echt positiv überrascht – allerdings war ich auch durch diese bad-taste party kurz vorher ein wenig hypersensibilisiert.

Vergangenes we hat sich dann noch Chris – ein alter Klassenkammerad – bei mir gemeldet und mir von seinem coming out in Köln erzählt. Das bin ich auch gerade noch am verdauen. Der ist da jetzt anscheinend in seiner ersten festen Beziehung – und klang am Telefon so verdammt verliebt, dass ich ihn am liebsten einfach weggedrückt hätte. Aber im Grunde freue ich mich ja auch für ihn. Bin halt selber gerade etwas anders drauf.

Was gabs noch? Tine und ihr PR-Angebot. Ja da bin ich gerade in2. Die bietet mir Geld dafür, dass ich in meinem Blog ab und an und von Zeit zu Zeit auf irgendwelche Events aufmerksam mache. Wer meine älteren Postings zu dem Thema kennt weiß, dass ich so ein unmoralisches Angebot nach meinen eigenen Maßstäben eigentlich sofort ablehnen müsste. Aber ich suche gerade nach einem Weg mit gutem Gewissen die Patte einstreichen zu können und trotzdem meine Seele zu behalten… Nun, wie gesagt. Da bin ich gerade dran. Vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit für ein besseres Leben zu bloggen und sich trotzdem treu zu bleiben! Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! So far J03. Also der hier:

klein_mg_4734.jpg

Advertisements

No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: